09.08.2010
Zwei Oberfranken in Hamburg
Der Hamburger Judoverband (HJV) veranstaltete im Rahmen des European
Cup in Hamburg ein Trainingscamp für die U15. Unter den bayerischen
Teilnehmern befanden sich auch zwei Oberfranken: Timo Cavelius vom PTSV Hof
und Max Heyder vom ASV Naisa Ellerntal. Da der Teilnehmerkreis in der
Ausschreibung mit "leistungsstarken Mädchen und Jungen, möglichst
Landeskaderathleten" beschrieben war, waren beide auf einige heftige
Tage gefasst. Der tatsächliche Ablauf dieser vom Sportdirektor des HJV,
Mark Borchert, hervorragend organisierten Trainingswoche überstieg dann aber
sowohl hinsichtlich Trainingsniveau, als auch
Spaßfaktor alle Erwartungen, so dass Timo und Max trotz aller Anstrengungen
(der "Seileklettern-Marathon" wird ihnen in Erinnerung bleiben) hellauf
begeistert waren.Hier das auf
der HJV-Homepage veröffentlichte "Tagebuch" von Mark Borchert:
04.08.10
U15-Camp des HJV erfolgreich gestartet
Das HJV-Trainingscamp der weiblichen und männlichen Jugend U15 ist am 03.
August erfolgreich gestartet. Bis zum 08. August werden rund 30
Athleten/innen aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen,
Schleswig-Holstein und Hamburg gemeinsame Technik-und Randori-Einheiten im
Landesleistungszentrum absolvieren und abschließend den European Cup in der
Sporthalle Hamburg besuchen. Beim Auftakttraining am 03.08. standen zunächst
Uchi-Komi und Randori auf dem Programm bevor die Athleten/innen pünktlich um
22:00 Uhr in ihre Schlafsäcke schlüpften, um noch einmal Kraft für den anstrengenden
nächsten Tag zu sammeln.
Das Camp wird geleitet von Mark Borchert (HJV-Sportdirektor), Florian Hahn
(ehem. HJV-Landestrainer Männer U17), Maik Edling (Niedersachsen) und Björn
Eckert (Nordrhein-Westfalen).
05.08.10
Hochbelastung am 2. Tag
Gleich der zweite Tag des U15-Camps wurde für die Athleten/innen aus Bayern,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg zum
Hochbelastungstag. Morgens um 7:00 Uhr starteten die Nachwuchskämpfer/innen
mit einer Laufeinheit und absolvierten nach dem Frühstück ein zweistündiges
Randori-Training unter Leitung von Hamburgs Betreuer Florian Hahn. Am
Nachmittag stand dann eine neunzigminütige Technik-Einheit am Boden auf dem
Programm, bei der HJV-Sportdirektor Mark Borchert verschiedene Angriffs-
und Kombinationsmöglichkeiten aus der Guard unterrichtete. Den
Tagesabschluss bildete wiederum ein anderthalbstündiges Randori, das von
Björn Eckert (Nordrhein-Westfalen) geleitet wurde. Doch für die 14
Athleten/innen der "Nord-Süd-Achse" (Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg)
war der anstrengende Tag damit noch lange nicht beendet - sie mussten noch
einmal an die Kletterseile und absolvierten als Gesamtgruppe insgesamt 144
Seile. Es muss eigentlich nicht erwähnt werden, dass nach
diesem hochintensiven Tag das Einhalten der Bettruhe (22:00 Uhr) auch im
uneingeschränkten Interesse der Athleten/innen lag ...
06.08.10
Technik, Randori & Schwimmen am 3. Tag
Auch am dritten Tag des HJV-U15-Camp wurde wieder fleißig trainiert. Nach
dem morgendlichen Frühsport leitete Maik Edling (Niedersachsen) das
Technik-Training am Vormittag. Am Nachmittag ging es dann in das benachbarte
Hallenbad, wo die Athleten/innen sich richtig austoben und erholen konnten.
Die letzte Trainingseinheit bestand aus Randori und wurde von Mark Borchert
geleitet. Trotz der hohen Belastung zeigen die Nachwuchssportler/innen eine
sehr gute Trainingseinstellung. Glücklicherweise gab es bislang noch keine
einzige größere Verletzung und auch der vielgescholtene Eisbeutel musste
bisher noch nicht eingesetzt werden.
06.08.10
Touristikprogramm am 4. Tag
Am vierten Tag des HJV-Jugendcamps war das langersehnte Touristikprogramm
angesetzt, auf das sich insbesondere die Gäste mit den weiten Anreisen sehr
gefreut hatten. Zunächst aber galt es, nach dem zur Routine gewordenen
Morgenlauf noch eine sehr intensive Trainingseinheit unter Leitung von Mark
Borchert zu absolvieren, bei der japanische Runden und Aufgaben-Randoris am
Boden auf dem Programm standen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es
dann per U- und S-Bahn zum Hamburger Stadtteil Sankt Pauli. Dort wurde als
erstes die berühmt-berüchtigte Reeperbahn erkundet, bevor es zum Hamburger
Hafen ging. Dort lernten die Athleten/innen dann den alten Elbtunnel kennen,
der sie weit unter dem berühmten Fluss hindurch auf die andere Seite der Landunsgbrücken
führte. Den Abschluss bildete eine Hafenrundfahrt, bei denen die
Nachwuchssportler/innen viel Interessantes über den Hamburger Hafen zu sehen
und zu hören bekamen. Der erlebnisreiche Tag wurde abgerundet durch eine
letzte Trainingseinheit, die Florian Hahn und Björn Eggert gemeinsam
leiteten.
An den verbleibenden beiden Tagen werden die Sportler/innen den European Cup
in der Sporthalle Hamburg besuchen, zu dem mehr als 500 Athleten/innen aus
39 Nationen gemeldet haben. |




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